Ja wo ist denn hier der Notausgang?

Ja wo ist denn hier der Notausgang?

In Gewerbeobjekten und öffentlichen Gebäuden wie etwa Schulen oder Hallenbädern sind Notausgänge gesetzlich vorgeschrieben. Solche zum Haupteingang zusätzlichen Ausgänge dienen der sicheren und schnellen Evakuierung von Personen im Brand- und Katastrophenfall. Allerdings reicht das Vorhandensein eines oder mehrerer Notausgänge allein nicht aus. Diese Ausgänge müssen fei von Hindernissen sein, müssen zumindest während der Öffnungszeiten von innen zu öffnen und dürfen nicht mit irgendwelchen Hindernissen zugestellt sein. Und sie müssen gut ausgeschildert sein.

Notausgänge erkennbar machen

Fast jedem sind die grün leuchtenden Kästen mit dem Aufdruck Notausgang, besser noch dem standardisiertem Signet bekannt. Diese Leuchthinweise zeigen die konkrete Lage des Notausganges an und müssen übrigens auch immer funktionieren. Hier gilt: Regelmäßig prüfen, ob das Leuchtmittel nicht eventuell defekt ist. Dort wo eine solche Kennzeichnung nicht möglich ist, müssen zumindest ausreichend grosse und deutlich sichtbare Signet-Schilder den Notausgang anzeigen. Damit ist zumindest der Rechtslage Genüge getan.

Notwege ebenfalls kennzeichnen

Schwierig wird das Auffinden von Notausgängen allerdings dann, wenn es sich um sehr große und stark verwinkelte Gebäude mit vielen Fluren und Wegen handelt. Dann können zwar die Lagepläne, die sich zumeist in jeder Etage befinden, die Positionen der Notausgänge erkennbar machen. Aber wer kann in einer Notsituation schon solche Pläne lesen und verstehen?

Deshalb ist es sinnvoll und teils auch gesetzlich vorgeschrieben, die kürzesten oder gefahrlosesten Wege zum Notausgang entsprechend auszuschildern. Hier sind es Schilder und Aufkleber mit dem Signet Notausgang und einem entsprechendem Richtungspfeil, die den Weg zum rettenden Ausgang weisen.

Auch hier gilt, gut sichtbar ist Pflicht. Und auch die Wege zum Notausgang dürfen dann nicht zugestellt oder gar blockiert sein. Nur so haben die Personen auf dem Fluchtweg eine Chance, das Gebäude im Brandfall, bei Havarien oder Katastrophen schnell und sicher zu verlassen.

Ja wo ist denn nun der Notausgang?

Spätestens wenn der TÜV bei der Gebäudeabnahme, die Feuerwehr oder das Ordnungs- oder Gewerbeamt eine solche Frage stellen, wird es für die Betreiber solcher Einrichtungen kritisch. Nicht ausgewiesene Notausgänge sind praktisch keine Notausgänge und können im Ernstfall auch die zeitweise oder vollständige Schließung von Gebäuden mit fehlendem Notausgang nach sich ziehen.

Da lohnt es sich schon, sowohl die Notausgänge selbst als auch die Wege dahin darauf zu prüfen, ob die mindestens erforderliche Ausschilderung vorhanden und gut sichtbar ist. Dafür wie eine solche Ausschilderung beschaffen sein muss, gibt es nur wenige Vorschriften. So können die Wegweiser zum Notausgang durchaus auch Aufkleber sein, sofern dafür geeignete Flächen vorhanden sind. In jedem Fall sollten diese Hinweisschilder fest angebracht sein und möglichst nicht einfach von der Wand fallen. Gerade an Gebäuden mit vielen Glasflächen auch in Fluren und Übergängen sind Aufkleber die oftmals beste Lösung. Diese lassen sich einfach anbringen und können bei Bedarf auch wieder rückstandslos entfernt werden. Wichtig ist, dass sie vorhanden sind.

Bei der Bestellung entsprechender Schilder und Aufkleber achten Sie übrigens auch darauf, dass die wegweisenden Pfeile auch in die richtige Richtung zeigen. Am besten machen Sie dazu eine Gebäudebegehung und notieren sich an jedem betreffenden Punkt, welches Schild hier das richtige ist. Dann sollten Sie bei der nächsten Kontrolle auch keine Probleme haben. Und im Notfall erst recht nicht.

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