Smartphone Verbot – Steigerung der eigenen Leistungsfähigkeit

Smartphones sind aus unserem Alltag kaum wegzudenken. Doch die Bedienung der kleinen Alleskönner fordert unweigerlich ihren Tribut. Denn Handynutzer sind abgelenkt und bekommen maximal 1/3 der Geschehnisse in ihrer unmittelbaren Umgebung mit. Um so wichtiger ist es deswegen, die Verwendung von Smartphones in bestimmten Bereichen und Situationen zu unterbinden. Runde Hinweisaufkleber mit rotem Rand und einem durchgestrichenen Smartphone markieren diese Areale.

Wenn Freizeitaktivität den Beruf gefährdet

Der Druck der permanenten Erreichbarkeit steigt stetig. Das bekommen auch Arbeitgeber immer wieder aufs Neue zu spüren. Besonders dann, wenn die Mitarbeiter einen erheblichen Teil der bezahlten Arbeitszeit am eigenen Smartphone verbringen. Einige Gerichtsurteile haben hier gezeigt, dass ein pauschales Nutzungsverbot für das private Handy jedoch rechtlich unwirksam und unhaltbar ist. Ein schneller Blick hin und wieder ist erlaubt, mehr allerdings nicht. Die ständige Bereitschaft, jederzeit privat auf dem Handy erreichbar zu sein, wirkt sich ebenfalls negativ auf die eigene Arbeitsleistung aus. Mit einem ausgeschalteten – oder zumindest in den Stummmodus versetzten Gerät – steigt auch die Leistungsbereitschaft und Aufnahmefähigkeit. Einer britischen Studie zufolge immerhin um über 6%. Die runden Aufkleber mit dem durchgestrichenen Smartphone sind beispielsweise im Büro ein sichtbarer Hinweis dafür, dass das Gerät hier unerwünscht ist. Eine stille und wortlose Andeutung dafür, dass sich der Arbeitnehmer den dienstlichen Belangen widmen soll, anstatt dem eigenen Smartphone in der Hosen- oder Handtasche.

Vorsicht vor Gefahren

Die „Mobilfunk verboten“- Aufkleber im Büro sind meist nur ein obligatorischer Hinweis dafür, dass eine Nutzung den Arbeitsalltag empfindlich stört und den Nutzer nur von den wesentlichen und wichtigen Dingen ablenkt. In anderen Bereichen und Betrieben fungieren die Hinweisschilder jedoch als Sicherheitskennzeichnung nach BGV A8. Hier kann selbst ein kurzer Blick auf das Handy ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Im Zusammenspiel mit anderen Warnsymbolen weisen derartige Aufkleber daraufhin, dass der Mobilfunk vollständig deaktiviert werden muss. Besonders im Umgang mit schweren Maschinen sind volle Konzentration und Wachsamkeit gefragt. In schwerwiegenden Fällen könnte eine ungewollte Ablenkung sogar zur Gefahr von Leib und Leben werden. Trotz hoher Sicherheitsstandards und -Maßnahmen kann Mobilfunk auch den Ausfall von relevanten Systemen und Geräten hervorrufen. Um die hohen gesetzlichen Auflagen zu erfüllen, müssen in derartig gefährdeten Bereichen sichtbare Hinweise in Form von Schildern und Aufklebern vorhanden sein. Zusätzlich sind Schulungen und mündliche Sicherheitsunterweisungen ebenfalls sehr wichtig.

Bessere Noten ohne Mobilfunk

Bekanntermaßen macht der Fortschritt der Technik auch vor der Jugend nicht halt. Über 90% der Schüler an weiterführenden Schulen ist im Besitz eines Smartphones. Diese Geräte könnten den Unterricht positiv beeinflussen, die Realität sieht jedoch anders aus. Chatten, Surfen, spielen – und das alles während der wertvollen Unterrichtszeit. Ein vollständig abgeschaltetes Smartphone wirkt sich besonders gut auf lernschwache Schüler aus. Denn durch die geringere Ablenkung lernen die Minderjährigen gezielter, auch bessere Leistungen in Prüfungen und im Notendurchschnitt sind nachweisbar. In Schulen ist die Kennzeichnung auf das bestehende Handyverbot in Form von Hinweisaufklebern ebenfalls sinnvoll. Besonders Erziehungsberechtigte wissen jedoch, dass die Umsetzung keinesfalls allein in Form von Verbotsstickern erfolgen kann. Eltern und Lehrer sind gleichermaßen gefordert, um den Schülern das Wissen um die Wirksamkeit eines ausgeschalteten Handys näherzubringen.

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